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Webtagebuch: Baufortschritt Kindergarten |
Die Geschichte des Gebäudes reicht in das
Jahr 1853 zurück, als die Gewerkenkinder Florian Haselsteiner und
Theresia Karner auf einer Teilparzelle des einstigen „Hauses am Ort“
ein Heim gründen wollten.
Das ebenerdige Haus Markt Nr. 50 erwarb 1870 Elonore Gräfin
Hoyos-Sprinzenstein, um eine Kinderbewahranstalt und eine
Handarbeitsschule zu gründen. Diese Anstalt beschäftigt sich
vorzugsweise mit Kindern, deren Eltern im Kampf ums Dasein nicht in
der Lage sind, ihre Kinder im vorschulplichtigen Alter oder in
schulfreien Stunden zu beaufsichtigen und zu beschäftigen.
Diese Widmung zeigt, dass es in den ärmeren Schichten |
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„die Frau im
Arbeitsprozess“ immer gegeben hat. Außerdem war die Errichtung einer
„Suppenanstalt“ vorgesehen, um zwölf Kindern ganz umsonst und den
„Rottenkindern“ um ein paar Kreuzer monatlich eine warme
Mittagsmahlzeit auszuteilen. Nach mündlicher Überlieferung soll es einer persönlichen
Freundschaft zwischen Gräfin Hoyos und der inzwischen
seliggesprochenen Mutter Maria Theresia Scherer, Gründerin des
Ordens der barmherzigen Schwestern vom hl. Kreuz zu danken sein,
dass Mitglieder des Provinzhauses Linz mit der Führung von
Kinderasyl, Handarbeitsschule und zunächst auch der Suppenanstalt
betraut wurden.
Gräfin Elenore ließ das Haus im Jahr 1886 aufstocken.
Finanaziell war das Heim immer auf Spenden angewiesen. So wurde von
Gönnern zu Kaisers Geburtstag ein prächtiges Fest veranstalt, dessen
Reinerlös der Kinderbewahranstalt und Handarbeitsschule zugute kam.
Auch nach Übernahme des Kindergartens 1947 durch das Land
Niederösterreich oblag die Leitung den Ordensschwestern. 1956 wurde
der östliche Spielraum auf das Doppelte vergrößert.
1994 wurde das Haus von der Marktgemeinde Gutenstein gekauft.
Seither werden die Kinder von weltlichen Kinderärtnerinnen und
Helferinnen betreut.
Im vergangen Jahr stand die Gemeinde vor der Frage einer Sanierung
des alten Gebäudes oder eines Neubaus des Kindergartens.
Der Bauzustand wurde hinterfragt, alte Umbaupläne besichtigt und es
wurden gravierende Fehler sowohl in der Tragkonstruktion und auch in
den Grundfesten festgestellt. Die sanitären Anlagen entsprechen
ebenfalls nicht mehr dem heutigen Stand der Technik.
Auf Grund dieser und auch andere Überlegungen hat sich der
Gemeinderat für einen Neubau entschieden, der nun mit finanzieller
Hilfe des Landes Niederösterreich umgesetzt wird. |
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