Schloss Hoyos


Der Bau des Schlosses Hoyos wurde 1670 von Johann Balthasar II. von Hoyos begonnen. Über 330 Jahre wurde das Schloss ständig erweitert und verändert. Unter anderem verhalf der als Ringstraßen-Baumeister bekannte Architekt Julius Deininger dem Schloss zu dem heutigen Eindruck eines klassizistischen Gebäudes.

Der Schlossgarten war in der Barockzeit als französischer Lustgarten angelegt und wurde 1817 zu einem englischen Garten umgewandelt.

Bis das Schloss Hoyos im heutigen Glanz erstrahlen durfte, vergingen nahezu 330 Jahre. Graf Johann Balthasar II. von Hoyos begann 1670–1674 mit dem Bau. Als dieser 1681 zum Stillstand kam, dauerte es bis 1718, bis Joseph Philipp Innozenz Graf Hoyos das Schloss zu einem dreiflügeligen Bau von drei Geschossen weiterführte.

Die dritte Bauphase begann 1817, in der Johann Ernst Graf Hoyos, die regelmäßige vierseitige Form erbauen ließ. Allerdings war die Nordseite des Schlosses noch immer niedriger.

Erst im Jahre 1900 wurde der Bau des Schlosses endgültig abgeschlossen. Die Familie Hoyos zog den berühmten Ringstraßen-Baumeister Julius Deininger heran, welcher dem Schloss ein französisches Mansardendach auflegte. Weiters überdachte er den Nordtrakt mit seinen sechs Lisenen, mit einer repräsentativen Dreiecksgiebel und baute einen Balkon davor. Dies gelang ihm so eindrucksvoll und authentisch, dass geschulte Kunsthistoriker das Schloss Hoyos noch immer für ein echt klassizistisches Bauwerk halten.

Der Schlosspark

Der an das Schloss anschließende Garten auf der Südseite ist an Schönheit fast nicht zu übertreffen. Aus dem französischer Lustgarten in der Barockzeit, wurde 1817 ein englischer Garten. Man pflanzte Baumgruppen und Gebüsche scheinbar in wahlloser Ordnung und sorgte durch seine zahlreichen Wege, Rastplätze, Alm- und Fischerhütten, sowie mit einem kleinen See mit einer Insel für reichlich Abwechslung für den begeisterten Spaziergänger.

Der an das Schloss anschließende Berg wurde 1910 eingezäunt und mit malerischen Aussichtsplätzen versehen. Man benannte diese nach den Kindern des Grafen Hoyos, wie z.B. die "Heinrichs-Höhe".

 

Die sogenannte "Johanniswiese" gehört ebenfalls noch zum Schlosspark. Man erwarb diese 1912 von der Pfarre und benutzt sie seither als Gemüse-, Obst und Blumengarten. Auch hier behielt man die klassische Form eines englischen Gartens bei. Durch angebaute Wege wird die Wiese in vier Rechtecke geteilt, in deren Zentrum ein Brunnen steht.

 

Adresse: Lorbeergasse

 

Es wird darauf hingewiesen, dass sich dass Schloss und der Schlosspark im Privatbesitz sind und daher nicht öffentlich zugänglich.



Marktgemeinde Gutenstein, 2770 Gutenstein, Markt 100

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